Transforming Productivity
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Technologie am Arbeitsplatz steht im Zentrum eines größeren Wandels

In dieser Serie beleuchten wir die Tech-Prognosen von Lenovo für 2019. Vorhersage Nr. 2: Uns erwartet ein zufriedeneres, gesünderes und schnelleres Leben. Die Grenzen zwischen Technologien für Privatanwender und Unternehmen verschwimmen seit einiger Zeit. Nähern wir uns einem Wendepunkt, an dem sie ganz verschwinden? Der Eroberungsfeldzug von VR, AR und KI am Arbeitsplatz und in anderen Bereichen des Lebens, von der Gesundheitsversorgung bis hin zum Klassenzimmer, führt zu einem grundlegenden Wandel. Es ist alles nur eine Frage der Zeit, meint Gareth Kershaw... 

 

Veränderung – darüber nachzudenken ist irgendwie seltsam. Sogar ein wenig beängstigend. 

Sie macht sich schleichend breit, wenn man nicht hinschaut. Und schlägt irgendwann zu. 

Das mag vielleicht nur meine Meinung sein, aber als Beweis möchte ich eine Handvoll nüchterner Fakten aufzählen, die nach dem kürzlichem Sieg der 15-jährigen Cori 'Coco' Gauff über Venus Williams in der ersten Runde des Wimbledon-Tennisturniers plötzlich diskutiert wurden: 

Die am 13. März 2004 geborene Cori Gauff ist jünger als der Euro, Facebook, Bluetooth, der iPod, „Tatsächlich… Liebe” und vieles mehr. So verlockend es auch war, habe ich irgendwann aufgehört, weiter zu recherchieren. Ich fühlte mich plötzlich sehr alt. 

Der Auslöser für meine Stimmung? Technologie!

Schon allein die Vorstellung, wie die Welt aussah, bevor bestimmte Technologien existierten, ist eine Herausforderung. Smartphone, App, Tweet und Meme halten erst seit relativ kurzer Zeit Einzug in den Sprachgebrauch. Und doch sind diese Begriffe plötzlich tief in unseren täglichen Gewohnheiten und Verhaltensweisen verwurzelt. Wie konnte das passieren? 

Noch erstaunlicher ist, dass Veränderungen nicht nur ein konstantes Phänomen sind, sondern auch immer umfangreicher werden, größeren Einfluss ausüben und schneller erfolgen. Diesen Effekt bezeichnet Lenovo gerne als Alltags-Innovationen. 

Veränderungen finden zudem überall statt. 

Zum Beispiel im Büro, wo dem Mitarbeitererlebnis – insbesondere rund um die Verschmelzung von Technologie, Arbeitsplatz und Arbeitskultur – mehr Bedeutung zukommt als je zuvor. Ein positives Mitarbeitererlebnis ist sogar plötzlich unerlässlich geworden, wenn es darum geht, Talente der Generation Y und Z anzuwerben oder zu halten und profitable Innovationen voranzutreiben. 

Oder in den Haupteinkaufsstraßen, wo sich das Shoppingerlebnis aufgrund neuer Einkaufsmöglichkeiten und Methoden zur Kundenbindung nahezu täglich wandelt. Wo das Streben nach einem einheitlichen Kundenerlebnis eine Revolution bei Point-of-Sale-Anwendungen und -Geräten ausgelöst hat, die sich wiederum in kundenorientierte Maßnahmen wie z. B. Treueprogramme einfügen. 

Das IoT rückt auch hier in den Vordergrund, unter anderem durch Initiativen wie Preisgestaltung und Bestandsverwaltung in Echtzeit oder Kundenanalysen.

Dann sind da noch die Veränderungen im Klassenzimmer, wo Technologien wie VR Schülern immersive Lernerfahrungen vermitteln – ich denke da zum Beispiel an virtuelle Exkursionen – und Fernunterricht sowie nichtlineares Lernen ermöglichen.

Es passiert sogar im Gesundheitswesen, sozusagen an vorderster Front, wo 
sich VR mittlerweile bei der Behandlung von Kindern im Krankenhaus durch dynamische Unterhaltung, Meditationsübungen und therapeutische Spiele als unschätzbar erwiesen hat.

IoT und KI-Technologien gewinnen zunehmend an Bedeutung und haben sich bei der Lösung einiger der größten und dringendsten Herausforderungen der Menschheit bewährt: verkürzte Wartezeiten bei der Behandlung; Diagnose, Behandlung und Patientenüberwachung aus der Ferne; verbesserte Verfügbarkeit und Zugänglichkeit von Patientendaten und kritischer Hardware sowie Freisetzung klinischer Ressourcen durch Fernerkennung und -diagnose. 

Laut einer aktuellen Studie wird das IoT im Gesundheitswesen bis 2020 einen Marktwert in Höhe von 163,24 Milliarden Dollar haben. Das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 38 % ab 2015.

Diese deutlich gesteigerte Akzeptanz scheint sich auch in der Denkweise der Gesundheitsbranche widerzuspiegeln. 

Beispielsweise im „Digital Health Tech Vision 2018”-Bericht von Accenture, in dem 84 % der Führungskräfte in der Gesundheitsbranche der Meinung sind, dass sich Unternehmen mithilfe von Technologie „nahtlos in das heutige Leben der Menschen einfügen“. 80 % sind der Ansicht, dass künstliche Intelligenz in den nächsten zwei Jahren in ihren Organisationen zusätzlich zu Menschen Arbeit übernehmen wird – als Kollege, Mitarbeiter und zuverlässiger Ratgeber. 83 % sind sich unterdessen einig, dass die erweiterte Realität eine neue Grundlage für Interaktion, Kommunikation und Information schafft.

Es ist also offensichtlich, dass Innovation bereits täglich stattfindet. 

Wie David Bowie schon sagte: „Time may change me, but I can't trace time.“ Die Zeit ändert uns, aber haben wir auch einen Einfluss auf die Zeit? Es scheint so, als nähern wir uns diesem Punkt…
 

Gareth Kershaw - Author

Gareth Kershaw

Cutting his editorial teeth in the still callow IT press of the mid 1990s, Gareth Kershaw is a specialist technology and business writer of more than 20 years’ experience.

Spanning roles from journalist to editorial director and virtually everything in between, his career has encompassed regular contributions to a wide range of technology media titles – including Computing, Computer Reseller News, Channel Business, and Microscope – as well as the national press.

While his two decades in technology have seen extraordinary transformation and change from one end of the industry to the other, his philosophy tends to remain one of “plus ca change plus c’est la meme chose”.