Hold the Phone: How Mobile Pay is Changing Retail

Einfach das Telefon hinhalten: Wie die Bezahlung mit Mobilgeräten den Einzelhandel verändert

Früher fuhren wir zu einem Geschäft, parkten unsere Autos davor und gingen dann hinein, um uns das Warenangebot anzuschauen.

Dann kamen die Smartphones. Und nun ist es dabei, auch unser Einkaufserlebnis zu beeinflussen. Es scheint fast so, dass jede Sekunde ein weiterer Technologiegigant sein eigenes mobiles Zahlungssystem herausbringt – z. B. Apple Pay, Android Pay, Google Wallet oder Samsung Pay. Und da die Verbraucher diesem überaus bequemen Trend mehr und mehr folgen, wird er den Einzelhandel komplett verändern.

Einzelhändler, die auf dieser Welle mobiler Zahlungsoptionen mitschwimmen wollen, müssen sich schonungslose Fragen stellen: Wird durch meine mobile Website der Verkauf meiner Produkte gefördert? Inwiefern kann mir die mobile Bezahlung dienlich sein? Welche Plattform sollte ich nutzen? Wird sie bei meinen Kunden auf Akzeptanz stoßen? Wir werden einige dieser Fragen beantworten, um Einzelhändlern bei der Entscheidung zu helfen, ob sie erstmal abwarten oder direkt auf den fahrenden Zug des M-Payment aufspringen sollten.

Entspricht das mobile Einkaufserlebnis, das Sie anbieten, modernsten Standards?

Zu mobiler Bezahlung gehört mehr als nur eine digitale Geldbörse. Denken Sie an all die Möglichkeiten, wie Sie mithilfe Ihres Telefons shoppen gehen können. Eine bequeme mobile Zahlungsoption ist quasi unverzichtbar, um die Gunst der Verbraucher zu gewinnen. Denn wenn ihnen ein entsprechendes Einkaufserlebnis geboten wird, sind sie nur allzu bereit, den Kaufknopf zu drücken. Man denke da bloß an Amazon. Über die mobile App von Amazon machte das Unternehmen bis Ende 2014 60 Prozent seines Umsatzes. Aber auch Folgendes trifft zu: Im letzten Jahr blieben Waren im Wert von 4 Billionen US-Dollar ungekauft in den virtuellen Einkaufskörben liegen; laut  Business Insider hätten 63 Prozent davon in tatsächlichen Umsatz umgewandelt werden können, wenn die Einzelhändler den mobilen Kaufprozess effizienter gestaltet hätten. Um sich ein mobiles Geschäft zu sichern, ist es wichtig, den Kaufvorgang zu vereinfachen.

Inwiefern kann mobile Bezahlung meinem Geschäft dienlich sein?

Mobile Zahlungsmethoden sind für alle Beteiligten von Vorteil: bessere Sicherheitsmerkmale, schnellerer Bezahlvorgang und Belohnung von Kundentreue. All dies nutzt Kunden wie Händlern gleichermaßen – und wird schließlich beide dazu bringen, diese Technologie zu nutzen.

Kreditkartenzahlungen annehmen zu können, ist für kleine Unternehmen, die zuvor nur gegen bar Geschäfte machten, z. B. Marktstand- oder Imbisswagenbetreiber, ein großer Pluspunkt. Wer Kreditkarten akzeptiert, erweitert damit automatisch seinen Kundenstamm und erhöht den Umsatz. Zudem lassen sich über diese Zahlungsweise das Kundenverhalten und die Lagerbestände überwachen, sodass kleine Unternehmen überdies ihren Kundenservice verbessern können.

In diesem Jahr wird in den USA in den Ladengeschäften 75 Milliarden US-Dollar Umsatz über mobile Zahlungsmethoden gemacht. Es wird davon ausgegangen, dass bis 2020 trotz der aktuell eher geringen Akzeptanz der „mobilen Geldbörse“ 56 Prozent der US-Bürger  503 Milliarden US-Dollar im Laden über ihr Mobiltelefon ausgeben werden.

Die hauptsächlichen Hindernisse für die Akzeptanz mobiler Zahlungssysteme sind das sich ständig ändernde Kaufverhalten der Verbraucher sowie Sicherheitsaspekte. Die Einbindung von Kundenbindungsprogrammen und anderer Zusatzfunktionen werden die Akzeptanz mobiler Geldbörsen jedoch ohne Zweifel erhöhen. Auch in Apps und Browser integrierte Zahlungsmöglichkeiten sowie P2P-Zahlungsmethoden werden mobile Zahlungsverfahren beliebter machen – im Übrigen eine Strategie, die bereits in China erfolgreich war.


„Mobile Zahlungsmethoden sind für alle Beteiligten von Vorteil: bessere Sicherheitsmerkmale, schnellerer Bezahlvorgang und Belohnung von Kundentreue.“   


Welche Plattform sollte ich nutzen?

Point-of-Sale-Systeme gibt es zuhauf, deshalb ist es recht schwierig, herauszufinden, welches für Ihr Unternehmen das beste ist. Wahrscheinlich ist, dass Sie ein von Ihrer Bank bereitgestelltes EMV-fähiges Gerät installiert haben. („EMV“ steht für Europay, MasterCard und Visa.) Viele EMV-kompatible POS-Terminals unterstützen auch Near Field Communication (NFC), sodass Ihr Unternehmen mobile Zahlungsmethoden wie Apple Pay einsetzen kann. Mithilfe unserer Freunde bei NerdWallet werden wir Ihnen ein paar Optionen vorstellen, die sich nach Ihren potenziellen Geschäftsanforderungen richten.

NIEDRIGE EINSTIEGSKOSTEN/FLEXIBILITÄT: SQUARE

  • Pauschale Verarbeitungsgebühr in Höhe von 2,75 % pro Transaktion
  • Kostenloser mobiler Kartenleser bei Anmeldung
  • MV-konform
  • Für 99 US-Dollar erhalten größere Unternehmen den Square Stand, bei dem ein iPad als Registrierkasse zum Einsatz kommt. Es können eine Kassenschublade und ein Belegdrucker angeschlossen werden.

Mit Square können Sie Zahlungen auch offline akzeptieren, Bargeld, Schecks und Geschenkgutscheine annehmen, Belege versenden und Ihre Bestände verfolgen. Über das Online-Tool Square Dashboard können Sie Verkaufsberichte anzeigen, Arbeitszeitnachweise von Mitarbeitern verwalten und Rechnungen verschicken. Square ist mit iOS- und Android-Smartphones und -Tablets kompatibel und in QuickBooks, Xero und andere Apps integrierbar.

AKZEPTIERT EINKÄUFE IM LADEN UND ONLINE: SHOPIFY

  • Drei Preismodelle
  • Kostenloser mobiler Magnetstreifenleser
  • Perfekt geeignet für Online-Shops und herkömmliche Ladengeschäfte
  • Vorlagenbasierte Erstellung und Anpassung von Online-Shops
  • Integration in Plattformen von Transportunternehmen, QuickBooks, MailChimp, Amazon und sozialen Medien

Mit dem kostenlosen Kartenlesegerät von Shopify, das Sie einfach an die Kopfhörerbuchse Ihres iPhones oder iPads anschließen können und das reibungslos mit der kostenlosen App funktioniert, ist es ein Kinderspiel, persönliche Zahlungen entgegenzunehmen. Shopify bietet außerdem Hardware an, mit der Sie Ihre Installation anpassen können.

LADENGESCHÄFTE/GRÖSSERE UNTERNEHMEN MIT MEHREREN STANDORTEN: REVEL

  • Mehrere Verarbeitungsoptionen
  • Anpassbare Hard- und Software
  • Preis abhängig von Unternehmenstyp, benötigten Terminals und Transaktionsvolumen
  • Integration in QuickBooks und PayPal

Revel bietet erweiterte Merkmale wie z. B. Personalfunktionen an, mit denen Sie Ihre Mitarbeiter im Blick behalten. Durch die integrierte Terminierung, Personalabrechnung und Leistungsanalyse wird das Personalmanagement vereinfacht. Über die Bestandskontrolle können Sie den Lagerbestand in Echtzeit überwachen, damit Ihnen besonders nachgefragte Ware niemals ausgeht. Um Ihre Geschäftsanforderungen beurteilen zu können, sollten Sie mit einem Vertreter von Revel sprechen oder sich ein paar Minuten Zeit für einen Online-Chat mit dem Revel-Vertrieb nehmen.

Werden mobile Zahlungsmethoden bei meinen Kunden auf Akzeptanz stoßen? Es gibt vier Gründe, warum dies ganz sicher der Fall sein wird.

Die Akzeptanz mobiler Zahlungen ist zwar noch nicht so hoch wie in Europa und Asien, dennoch freunden sich die Verbraucher in den USA langsam mit der Idee an. Hier ein paar Möglichkeiten, die den Umstieg leichter machen und zugleich aufzeigen, warum dies ein unumgänglicher Schritt ist:

1. MOBILE BEZAHLUNG IST SICHERER ALS KARTENZAHLUNG.

Die gute Nachricht ist, dass die mobile Bezahlung sicherer ist als der Einsatz einer Kredit- oder Bankkarte. Die meisten Apps verwenden ein tokenbasiertes System, bei dem für jede Transaktion ein eindeutiger Barcode generiert wird, das heißt, es muss keine Kartennummer offengelegt werden. Apple Pay fordert für eine Autorisierung sogar den Fingerabdruck des Kunden, um zusätzlichen Schutz zu bieten.

2. DIE BEZAHLUNG IST IN IHRER MOBILEN APP INTEGRIERT.

Wenn Ihre Kunden über eine mobile App bezahlen können, müssen sie einen Schritt weniger ausführen. Die großen Player wie AppleAndroid und Samsung beschleunigen und vereinfachen diesen Prozess durch das Angebot offener APIs.

3. IHR KUNDENBINDUNGSPROGRAMM IST MIT DER MOBILEN BEZAHLUNG GEKOPPELT.

Wenn Ihre Kunden keine Treuekarte mehr unter 15 anderen aus ihrer Brieftasche fischen müssen, werden sie mehr als glücklich sein. Ein weiterer Schritt zur Förderung der digitalen Geldbörse sind Treueprogramme, die nur für mobile Einkäufe gelten.

4. SIE ZEIGEN IHREN KUNDEN, DASS SIE MOBILE ZAHLUNGEN AKZEPTIEREN.

Die Bezahlung mit einer digitalen Geldbörse ist nicht bei allen Händlern möglich. Entwickeln Sie entsprechende Anzeigen und schulen Sie Ihre Mitarbeiter, um die Kunden wissen zu lassen, dass Sie zu den tollen Shops gehören, die mobile Zahlung anbieten!

Kurzum: Suchen Sie sich das mobile Zahlungssystem aus, das für Ihr Unternehmen am besten funktioniert. Auf keinen Fall sollten Sie diesen Trend ignorieren. Die Akzeptanz nimmt in den USA zwar langsamer zu als in Europa und Asien, die mobile Bezahlung ist aber nicht mehr wegzudenken. Mobile Zahlungssysteme und die Einbindung eines POS-Systems lassen sich zu relativ geringen Kosten bewerkstelligen und werden für Ihr Unternehmen langfristig nur von Vorteil sein.