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E-Commerce nach dem Amazon-Zeitalter

Amazon.de ist wie seine Namenspatronin: eine Kraft der Natur, die ihre Umgebung verändern kann – und dies auch tut. 

Zuerst erschütterte der E-Commerce-Riese große Einzelhandelsunternehmen, nun rüttelt er an den Grundlagen kleiner und mittlerer Unternehmen. Im Folgenden werden einige technologische Möglichkeiten vorgestellt, wie kleine Unternehmen davon profitieren und lernen können, was Amazon aufgebaut hat.

Produktversand

Es spielt keine Rolle, ob Sie über ein herkömmliches Ladengeschäft oder einen Online-Shop verfügen – wenn Sie Warenversand anbieten, erwarten Ihre Kunden, dass Sie dies schnell tun. Einige Händler haben nur deshalb einen Shop bei Amazon eingerichtet, um direkt mit diesem Unternehmen zu konkurrieren. Online-Shops oder physische Geschäfte können aber auch Versanddienste wie Shipwire nutzen (dieses Unternehmen versendet Ihre Produkte und Dienstleistungen wie Amazon bei Bestelleingang).

Manchmal geht es nur darum, die besten Optionen aus den üblichen Verdächtigen (FedEx, UPS oder USPS) auszuwählen. Probieren Sie dafür iShip.com.

Der neue Trend: bargeldlose Bezahlung

Früher zählte Bares – heute ist aber bargeldlose Bezahlung die neue Normalität. Wenn Sie in Ihrem Laden oder Online-Shop keine Kreditkarten annehmen, entgeht Ihnen ein großes Geschäft. Vor ein paar Jahren schrieb ich darüber im Forbes-Magazin einen Artikel, der Beitrag wird immer noch oft abgerufen: Why Don’t More Small Businesses Accept Credit Cards?(Schätzungen von Intuit zufolge akzeptieren 55 Prozent der kleinen Unternehmen keine Kreditkarten).

Schauen Sie sich Square (ein ernsthafter Konkurrent für kleine Unternehmen), PayPalIntuit GoPaymentWePay oder sogar Bitcoin sowie eine ganze Reihe anderer Unternehmen an, die es sich zum Ziel gesetzt haben, den Kunden das Leben zu erleichtern. Studien der Zahlungsindustrie haben ergeben, dass 66 Prozent aller Point-of-Sale-(POS-)Transaktionen mit Kredit-, EC- oder Geschenkkarte abgewickelt werden. Lediglich 27 Prozent der Einkäufe erfolgen in bar. Und tatsächlich wird davon ausgegangen, dass der Bar-Umsatz bis 2017 auf nur 23 Prozent zurückgehen wird.

Stets ganz oben

Rüsten Sie Ihre Software bzw. Ihren Service für das Online-Shopping auf, denn eine einfache „Jetzt kaufen“-Schaltfläche reicht nicht mehr aus. Was Sie benötigen, sind Live-Chats, intelligente Empfehlungen (nach Art des Abschnitts „Welche Artikel andere Kunden kaufen“ von Amazon) sowie weitere Tools, um Ihre Kunden auf Ihrer Seite zu halten und das Wissen über ihr Verhalten zu speichern, damit Sie mehr über Ihre Kunden erfahren und so ihr Einkaufserlebnis optimieren können.

Eine echte mobile Erfahrung

Wir nutzen unser Smartphone heute jeden Tag – für fast alles. Für 2016 wird erwartet, dass über das Smartphone mehr Bestellungen getätigt werden als per Computer. Wenn Sie sich fragen, ob dies für Sie Folgen hat, denken Sie daran, dass Google seine Ranking-Kriterien geändert hat, um dem Aspekt der „Mobilfreundlichkeit“ mehr Rechnung zu tragen. Wenn Ihre Website auf einem Mobilgerät nicht schnell genug angezeigt wird und gut ausschaut, erhalten Sie von den Verbrauchern umgehend die Quittung. Und womöglich tauchen Ihre Website und somit Ihr Unternehmen nicht einmal in einer Google-Suche auf. Mobile Commerce ist nur ein weiterer Schritt in diese Richtung.

Mit dem Google-Tool Test auf Optimierung für Mobilgeräte können Sie Ihre Website auf „Mobilfreundlichkeit“ testen.

Angebot besserer Inhalte und soziale Medien

Sie brauchen natürlich gut geschriebene Inhalte, um ein Produkt oder eine Dienstleistung zu bewerben. Oft wünschen sich Kunden aber noch ausführlichere Informationen. Sie wollen Fotos, Videos und 360-Grad-Ansichten, um das Produkt aus mehreren Blickwinkeln betrachten zu können. Wenn Sie diese erweiterten Inhalte richtig bereitstellen, werden diese mit einer größeren Wahrscheinlichkeit in sozialen Medien geteilt – und die sozialen Netzwerke sind schließlich eine rasch zunehmende Möglichkeit, Kunden zu erreichen. Es reicht nicht, nur über ein Konto bei TwitterFacebook oder Pinterest zu verfügen (bzw. Snapchat oder Instagram, um Produkthighlights täglich vorzustellen). Ihre Inhalte müssen perfekt aufbereitet und auf einfache Weise in sozialen Medien teilbar sein. Holen Sie sich dafür ein E-Commerce-Tool wie etwa BigCommerce oder Shopify, die hier bereits empfohlen wurden.

Amazon mag zwar ein unerreichbarer Gigant sein, das heißt aber nicht, dass Sie nur zum Zuschauen verdammt sind. Sie können all diese Methoden nutzen, um sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Schauen Sie sich die Websites der großen Player an und lernen Sie von ihnen – damit Sie agil und beweglich bleiben und mehr verkaufen.

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