Digital first strategies: farewell technology, you’re like the air that we breath now
 

Digital First-Strategien: Ade Technologie, du bist schon so selbstverständlich wie die Luft zum Atmen.

In dem Pixar-Filmklassiker Die Unglaublichen erklärt der selbst ernannte Superschurke Syndrome: „Wenn jeder super ist, heißt das, dass keiner es ist.“ So verhält es sich auch mit der Technologie. Wenn alle eine digitale Transformation hinter sich haben, wie können Unternehmen dann noch ihre Rentabilität steigern?

 

Es wird Zeit für neue Statistiken zur digitalen Transformation!

Ich bitte um Verständnis, denn einige dieser Einblicke können einen durchaus nachdenklich stimmen.

Die Zahlen stammen aus dem IDG-Bericht „State of Digital Business Transformation“ für 2018. Der Bericht enthält zwar wenige Überraschungen, ruft aber einige zeitlose Geschäftsgegebenheiten in Erinnerung.

  • Gegebenheit 1: Große Unternehmen entwickeln sich langsamer als kleine. Laut IDG verfolgen bereits 55 % der Start-ups eine digitale Geschäftsstrategie, im Vergleich zu nur 38 % der sogenannten traditionellen Unternehmen.
  • Gegebenheit 2: Geld ist ein Hindernis bei der Implementierung einer solchen digitalen Strategie. Ein Drittel der von IDG Befragten sagt aus, dass ihr Budget nicht für die Umsetzung einer Digital First-Strategie ausreicht.
  • Gegebenheit 3: Den Unternehmen ist die Produktivität wichtiger als die Kundenzufriedenheit. Laut IDG möchten 52 % der Unternehmen Tools wie mobile Geräte, Datenzugriff und künstliche Intelligenz zur Produktivitätssteigerung einsetzen, wohingegen 46 % die Kundenerwartungen als Priorität angeben. Kein großer Unterschied. Aber es ist ein Unterschied.
  1. Das sind die Zahlen. Und auch die weiteren Statistiken im Bericht, bezüglich IoT, KI und anderen Aspekten der digitalen Transformation, bestätigen in gewisser Hinsicht das, was man schon erwartet.

Angesichts solcher Zahlen kommt der Journalist in mir nicht gegen seine alten Gewohnheiten an. Die zentralen Fragen lauten: „Ach ja? Und? Was heißt das jetzt?“ Das ist kein Zynismus, sondern einfach gesunde Skepsis, und das Bedürfnis, die Wahrheit hinter den Zahlen zu erfahren.

Ich habe weiter nachgeforscht und bin auf einen Text von Larry Dignan auf zdnet.com gestoßen, in dem es um die Markteinführung der Smart Office-Technologie von Lenovo geht. Der Artikel wurde schon vor mehr als einem Jahr geschrieben, ist aber immer noch relevant.

Larry Dignan weist darauf hin, dass sich viele Unternehmen auf die bequemen Veränderungen konzentrieren, bevor sie sich an die wahre digital gesteuerte Transformation wagen. Wir haben also coole Großraumbüros und kostenlose Süßigkeiten, bevor Geräte und Netzwerke implementiert werden, mit denen Datenanalytik und Kollaborationsstrategien für eine tatsächliche Wertschöpfung möglich sind.

Es stellt sich also die Frage: Wenn man erst mal die flexible, intelligente Infrastruktur und die erforderlichen Geräte für die Unterstützung der Geschäftsziele hat, was genau macht man dann eigentlich damit? Klar, man spart Geld, arbeitet effizienter und steigert die Produktivität (die ewigen universalen Versprechen der digitalen Transformation), aber wie setzt man sich von seinen Konkurrenten ab, die genau dieselben digital gesteuerten Fähigkeiten haben?

Der Schlüssel sind Ihre Mitarbeiter. Bei der digitalen Transformation geht es im Grunde darum, die Mitarbeiter mit den Tools auszustatten, die sie benötigen, um herausragende Arbeit zu leisten. Selbst künstliche Intelligenz ist kein Ersatz für die Genialität, die ein Mensch in einer Umgebung entwickeln kann, in der er ohne Einschränkungen arbeiten, spielen, erfinden und kollaborieren kann.

Als Larry Dignan seinen Artikel über die Lenovo Smart Office-Initiative veröffentlichte, bereiteten wir gerade die Feierlichkeiten zum 25-jährigen Jubiläum des Lenovo ThinkPad vor. Ich spreche über die vollkommene Verkörperung des Erfindungsreichtums: Eine japanische Bento-Box, die in einen leichten, schlanken und robusten tragbaren Computer verwandelt wurde.

Das Lenovo ThinkPad war ein regelrechter Sprung in der menschlichen Vorstellungskraft und vereint alles, wofür die digitale Transformation steht. Sie ist kein Selbstzweck, sondern eine Möglichkeit, innerhalb eines Unternehmens Potenzial freizusetzen, das sich hinter Kommunikations- und Zugriffseinschränkungen verbirgt. Verblüffende Innovation, geniale Effizienz, optimierte Arbeitsweise.

Wir googeln also Informationen, fahren mit Uber ins Theater (online gebucht) und lassen uns das neueste Buch von Audrey Niffenegger per Drohne an die Haustür liefern – die Technologie ist längst ein Teil von uns geworden. Es ist, als würde man über das Atmen sprechen: Wenn man sich zu lange darauf konzentriert, wird man verrückt.

Wir sollten uns daher überlegen, welche Möglichkeiten die Technologie für die Menschen schafft und welcher Wert daraus geschöpft werden kann. Schließlich sind wir auch ohne das World Wide Web, E-Mail und digitale soziale Medien auf den Mond geflogen. Jetzt können wir fast so schnell zusammenarbeiten und Ideen teilen wie gedacht. Das Einzige, was unserer Genialität Grenzen setzen kann, ist unsere eigene Vorstellungskraft.